Mehr Aufträge im Handwerk: 7 Wege, die funktionieren
Vom Google-Klick bis zur Empfehlung: die Kanäle, über die Handwerksbetriebe heute planbar an neue Aufträge kommen, ehrlich eingeordnet.
Vom Google-Klick bis zur Empfehlung: die Kanäle, über die Handwerksbetriebe heute planbar an neue Aufträge kommen, ehrlich eingeordnet.
Volle Auftragsbücher fühlen sich sicher an, bis sie es plötzlich nicht mehr sind. Viele Handwerksbetriebe leben jahrelang gut von Bestandskunden und Mundpropaganda und merken erst in der ersten ruhigen Phase, dass sie nie einen planbaren Weg zu neuen Aufträgen aufgebaut haben. Genau darum geht es in diesem Artikel: 7 Wege, über die Handwerksbetriebe heute verlässlich an Anfragen und Aufträge kommen. Nicht jeder Weg passt zu jedem Betrieb. Aber wer zwei, drei davon sauber umsetzt, macht sich unabhängig vom Zufall.
Kein anderer Kanal bringt dich so direkt an kaufbereite Kunden: Wer „Heizung tauschen Kosten“ oder „Dachdecker in der Nähe“ googelt, hat ein konkretes Problem und sucht aktiv einen Betrieb. Mit Google Ads stehst du in genau diesem Moment oben in den Suchergebnissen, regional eingegrenzt auf dein Einzugsgebiet und nur für Suchbegriffe, die zu deinen Leistungen passen.
Das funktioniert auch bei neuen Themen, bei denen sich noch kein Betrieb einen Namen gemacht hat: Elektriker etwa erreichen über die anhaltende Wallbox- und Photovoltaik-Nachfrage Kunden, die vor wenigen Jahren noch niemand gesucht hat. Google Ads kostet echtes Geld, keine Frage. Aber es ist auch der Kanal, bei dem sich jeder Euro nachverfolgen lässt. In unserer Arbeit für Handwerksbetriebe hat im Schnitt jeder investierte Euro 4,80 € Umsatz zurückgebracht. Was Klicks kosten und welches Budget sinnvoll ist, steht ausführlich im Ratgeber „Was kostet Google Ads für Handwerker?“.
Fast jeder Weg auf dieser Liste endet an derselben Stelle: auf deiner Website. Ob jemand deine Anzeige klickt, dich bei Google findet oder deinen Namen von einem Nachbarn hört: Bevor er anruft, schaut er sich deine Seite an. Eine Website, die in Sekunden klar macht, wer du bist und wo du arbeitest, die Telefonnummer sichtbar hält und echte Referenzen zeigt, verwandelt diese Besucher in Anfragen. Eine veraltete Baukasten-Seite lässt sie kommentarlos zum Wettbewerber weiterziehen.
Deshalb gehört die Website ganz an den Anfang, wenn du in Marketing investieren willst. Sonst verpufft das Budget aller anderen Kanäle. Was sie konkret können muss, haben wir im Ratgeber „Website für Handwerker: Was sie wirklich können muss“ in 7 Punkten aufgeschrieben; wie wir das für Betriebe umsetzen, zeigt unsere Website-Erstellung für Handwerker.
Das Google-Unternehmensprofil (der Kasten mit Karte, Öffnungszeiten und Sternen in den Suchergebnissen) ist für regionale Suchen oft der erste Kontakt mit deinem Betrieb. Und es kostet nichts außer Pflege: vollständige Angaben, deine Leistungen als Kategorien, regelmäßig echte Fotos von Baustellen und Projekten. Wie du das Profil Schritt für Schritt einrichtest und pflegst, zeigt der Ratgeber „Google-Unternehmensprofil für Handwerker“. Und wie dein Betrieb auch ohne Werbebudget bei Google gefunden wird, haben wir in einem eigenen Artikel erklärt.
Der wichtigste Hebel sind die Bewertungen. Viele Betriebe haben Dutzende zufriedene Kunden und vier Google-Rezensionen, weil sie nie fragen. Mach es dir zur Gewohnheit, nach jedem abgeschlossenen Auftrag aktiv um eine Bewertung zu bitten, am einfachsten per Link in der Rechnungs-Mail oder als kurze Nachricht nach der Abnahme. Und antworte auf Bewertungen, auch auf kritische: Wer dort einen souveränen, freundlichen Betrieb sieht, ruft eher an. Wie du systematisch an neue Bewertungen kommst, liest du im Ratgeber „Google-Bewertungen für Handwerker“.
Du musst nicht tanzen und keine Trends mitmachen. Was auf Instagram und Facebook für Handwerksbetriebe funktioniert, ist viel einfacher: echte Baustellen. Ein Vorher-Nachher der sanierten Fassade, das Team beim Richtfest, ein kurzes Video vom fertigen Bad: Solche Einblicke bauen genau das Vertrauen auf, das Kunden vor einer Beauftragung suchen. Social Media bringt selten den direkten Anruf, aber es sorgt dafür, dass dein Betrieb präsent bleibt: Wenn der Follower irgendwann ein neues Bad braucht, denkt er zuerst an dich. Wie wir Social Media für Handwerksbetriebe aufsetzen und betreuen, findest du unter Social Media für Handwerker.
Wir prüfen kostenlos, wie sichtbar dein Betrieb heute ist und welche Kanäle in deiner Region und deinem Gewerk am schnellsten Anfragen bringen.
Kostenlose Sichtbarkeits-Analyse →Empfehlungen sind der älteste und stärkste Auftragskanal im Handwerk, aber die meisten Betriebe behandeln sie als Glückssache. Dabei lassen sie sich gezielt auslösen. Der einfachste Schritt: nach jedem gelungenen Auftrag aktiv fragen. „Wenn Sie zufrieden waren, freuen wir uns, wenn Sie uns weiterempfehlen“ kostet einen Satz und wirkt, weil zufriedene Kunden gern helfen, aber selten von selbst daran denken.
Dazu kommen kleine Anlässe, die Empfehlungen leichter machen: eine Visitenkarte oder Magnetkarte, die nach der Abnahme dableibt, ein sauber hinterlassenes Baustellenschild während des Projekts, ein kurzer Anruf ein paar Wochen später, ob alles passt. Wer will, kann Empfehlungen auch belohnen, etwa mit einem kleinen Dankeschön für den vermittelnden Kunden. Wichtig ist nur: Mach aus dem Zufallskanal einen Prozess, der nach jedem Auftrag automatisch abläuft.
Einer der häufigsten Fehler im Handwerker-Marketing: Sichtbarkeit erst dann aufbauen, wenn die Hütte ohnehin brennt. Wer mitten in der Hochsaison mit Werbung startet, zahlt die höchsten Klickpreise und konkurriert mit allen anderen. Dabei planen Kunden ihre Projekte meist Wochen bis Monate vorher. Genau dann musst du sichtbar sein.
Ein paar Beispiele, wie das je nach Gewerk aussieht:
Der Nebeneffekt: Wer vor der Saison wirbt, kauft Klicks günstiger ein, weil der Wettbewerb noch schläft, und hat die Auftragsbücher schon gefüllt, wenn die anderen mit Werbung anfangen.
Der unspektakulärste Weg auf dieser Liste, und oft der mit dem schnellsten Effekt. Denn viele Betriebe verlieren Aufträge nicht, weil zu wenige Anfragen kommen, sondern weil Anfragen liegen bleiben. Wer ein Formular ausfüllt oder auf die Mailbox spricht, fragt meist bei zwei, drei Betrieben parallel an und beauftragt am Ende häufig den, der sich zuerst und am verbindlichsten meldet.
Die Regeln sind simpel: schnell zurückrufen, am besten noch am selben Tag. Jede Anfrage festhalten, statt sie auf Zetteln und in Mail-Postfächern zu verstreuen. Und nach dem Angebot noch einmal nachfassen, statt auf Antwort zu hoffen. Unsere Kunden sehen dafür jede Anfrage aus allen Kanälen live im Werkavilo Cockpit. So geht keine mehr unter, und man erkennt auf einen Blick, welche noch offen sind. Aber auch ohne Software gilt: Ein fester Ablauf fürs Nachfassen bringt oft mehr Aufträge als jedes zusätzliche Werbebudget.
Der Klassiker unter den verschenkten Aufträgen Eine Anfrage kommt Freitagnachmittag rein, der Rückruf passiert Dienstag. Der Kunde hat dann längst beim Wettbewerber unterschrieben, der samstags zurückgerufen hat. Schnelligkeit beim Nachfassen ist der günstigste Marketing-Hebel, den es gibt.
Viele Betriebe, die kurzfristig Aufträge suchen, landen bei Portalen wie MyHammer, Blauarbeit oder Check24. Dort warten zwar fertige Anfragen, aber du teilst sie dir mit mehreren Wettbewerbern, zahlst pro Kontakt oder Provision, und der Preisdruck ist hoch. Als Überbrückung in einer Flaute kann das funktionieren, als einziger Kanal macht es abhängig. Welche Portale es gibt, was sie kosten und wann sie sich lohnen, haben wir im Ratgeber „Handwerkerportale im Vergleich“ nüchtern gegenübergestellt. Die bessere Strategie auf lange Sicht bleibt, dass Kunden dich direkt finden und anfragen, ohne Vermittler dazwischen. Genau dafür sind die 7 Wege oben da.
Du musst nicht alle 7 Wege gleichzeitig gehen. Der Fehler ist eher, überall ein bisschen zu machen und nirgends richtig. Sinnvoller ist ein System, das aufeinander aufbaut: erst die Website, die Besucher in Anfragen verwandelt. Dann ein, zwei Kanäle, die planbar Besucher bringen, etwa Google Ads und ein gepflegtes Unternehmensprofil. Und dazu ein fester Ablauf, mit dem jede Anfrage schnell beantwortet und nachgefasst wird. Genau so sind in unserer Arbeit für Handwerksbetriebe inzwischen über 5.000 Anfragen entstanden. Welches Budget du dafür realistisch einplanen solltest, zeigt der Ratgeber „Marketing-Budget im Handwerk“. Wenn du dieses System nicht allein aufbauen willst: Unsere Betreuung startet ab 690 € im Monat, und du kannst sie 30 Tage kostenlos testen.
Wir analysieren kostenlos deine Sichtbarkeit bei Google und zeigen dir, welche der 7 Wege in deinem Gewerk und deiner Region am meisten bringen. Unverbindlich und verständlich.
Kostenlose Sichtbarkeits-Analyse →Erenay hilft Handwerksbetrieben, mit Google Ads, starken Websites und Social Ads planbar an neue Aufträge zu kommen. Mit Werkavilo hat er bereits über 5.000 Anfragen für Handwerksbetriebe generiert. Mehr über Werkavilo →
Wie diese Wege konkret in deinem Handwerk funktionieren, mit typischen Aufträgen, Suchbegriffen und Saison-Tipps: