Ratgeber

Was kostet Google Ads für Handwerker?

Klickpreise, Budgets und ein ehrliches Rechenbeispiel: Damit weißt du vorher, was auf dich zukommt, und nicht erst hinterher.

Von Erenay Karaduman, Werkavilo Stand: Juli 2026 Lesezeit: ca. 7 Minuten

„Was kostet mich das?“ ist die erste Frage, die uns Handwerksbetriebe zu Google Ads stellen. Und sie verdient eine ehrliche Antwort statt einer Werbefloskel. Die kurze Version: Du bezahlst pro Klick, die Preise entstehen in einer Auktion, und ob sich das Ganze rechnet, hängt weniger vom Klickpreis ab als davon, was nach dem Klick passiert. In diesem Artikel gehen wir das Schritt für Schritt durch.

Wie Google Ads abrechnet: Du zahlst pro Klick

Google Ads funktioniert nach dem Prinzip „Cost per Click“ (CPC): Deine Anzeige erscheint, wenn jemand einen passenden Suchbegriff eingibt, zum Beispiel „Dachdecker in der Nähe“ oder „Wärmepumpe einbauen Kosten“. Bezahlt wird erst, wenn jemand tatsächlich auf deine Anzeige klickt. Die reine Einblendung kostet nichts.

Wie viel ein Klick kostet, wird pro Suchanfrage in einer Auktion entschieden. Vereinfacht gesagt: Je mehr Betriebe um denselben Suchbegriff konkurrieren und je wertvoller der dahinterliegende Auftrag ist, desto teurer der Klick. Deshalb kostet ein Klick auf „Heizung entlüften Anleitung“ fast nichts, ein Klick auf „Badsanierung Komplettpreis“ dagegen deutlich mehr.

Was kostet ein Klick im Handwerk?

Pauschale Zahlen wären unseriös, denn die Klickpreise unterscheiden sich stark nach Gewerk, Region und Suchbegriff. Als grobe Orientierung aus der Praxis: Im Handwerk bewegen sich Klickpreise meist im Bereich von ein bis zehn Euro. Umkämpfte, margenstarke Themen wie Wärmepumpen, Badsanierungen oder Wintergärten in Ballungsräumen können auch darüber liegen. Nischen-Suchbegriffe in ländlichen Regionen liegen oft darunter.

Drei Faktoren bestimmen deinen Klickpreis am stärksten:

  • Das Gewerk: Je höher der typische Auftragswert, desto mehr sind Wettbewerber bereit zu zahlen.
  • Die Region: In Großstädten konkurrieren mehr Betriebe um dieselben Suchen als auf dem Land.
  • Die Qualität deiner Anzeige und Website: Google belohnt relevante Anzeigen mit besseren Positionen zum günstigeren Preis. Eine schlechte Website macht jeden Klick teurer.

Vom Klick zur Anfrage: das ehrliche Rechenbeispiel

Der Klickpreis allein sagt noch nichts. Entscheidend ist, was eine Anfrage kostet und was ein Auftrag dir bringt. Ein vereinfachtes Beispiel, damit die Logik klar wird:

Beispielrechnung 500 € Werbebudget ÷ 4 € pro Klick = 125 Besucher auf deiner Website. Wenn davon 8 % anrufen oder das Formular ausfüllen (eine realistische Quote für eine gute Handwerker-Website), sind das 10 Anfragen, also 50 € pro Anfrage. Machst du aus jeder dritten Anfrage einen Auftrag, kostet dich ein neuer Auftrag 150 €. Bei einem Auftragswert von mehreren tausend Euro geht diese Rechnung sehr deutlich auf.

Die Zahlen im Beispiel sind bewusst als Illustration gewählt. Deine tatsächlichen Werte hängen von Gewerk, Region und Website ab. Aber die Logik gilt immer: Nicht der Klickpreis entscheidet, sondern die Quote danach. Genau deshalb gehören Anzeigen und Website zusammen. Was eine Website können muss, damit aus Besuchern Anfragen werden, haben wir im Ratgeber „Website für Handwerker“ aufgeschrieben.

Welches Monatsbudget ist sinnvoll?

Auch hier gilt: Es hängt von deinem Ziel ab. Aus unserer Erfahrung mit Handwerksbetrieben lässt sich aber eine Faustregel ableiten:

  • Einstieg: Wer erste planbare Anfragen will, startet meist mit einem Werbebudget im mittleren dreistelligen Bereich pro Monat. Darunter bekommt Google zu wenige Daten, um zu lernen, welche Klicks zu Anfragen führen.
  • Wachstum: Betriebe, die ein zusätzliches Team auslasten oder gezielt margenstarke Aufträge gewinnen wollen, investieren typischerweise einen vierstelligen Betrag pro Monat.
  • Wichtig: Lieber mit einem fokussierten Budget auf wenige, kaufbereite Suchbegriffe in deinem Einzugsgebiet als mit demselben Budget breit gestreut auf alles.

Ein Budget-Fehler, den wir oft sehen: nach zwei Wochen abbrechen. Google Ads braucht einige Wochen Daten, um zuverlässig die richtigen Klicks einzukaufen. Plane realistisch mit zwei bis drei Monaten Anlauf, bevor du die Ergebnisse bewertest.

Werbebudget und Betreuung: zwei getrennte Posten

Wenn du eine Agentur beauftragst, setzen sich deine Gesamtkosten aus zwei Teilen zusammen, und die solltest du immer getrennt ausgewiesen bekommen:

  • Das Werbebudget zahlst du direkt an Google. Es gehört dir: Du bestimmst die Höhe, und jeder Euro fließt in Klicks.
  • Die Betreuung zahlst du an die Agentur: für Kampagnen-Aufbau, Suchbegriffe, Anzeigentexte, laufende Optimierung und Auswertung.

Bei Werkavilo startet die Betreuung ab 690 € im Monat (Gründerangebot); alle Pakete und Leistungen findest du transparent auf der Preisseite. Du kannst die Betreuung außerdem 30 Tage kostenlos testen. In dieser Zeit zahlst du nur dein Werbebudget direkt an Google.

Was ist in deiner Region möglich?

Wir prüfen kostenlos, wie sichtbar dein Betrieb bei Google ist, welche Suchbegriffe sich in deinem Einzugsgebiet lohnen und wie viele Anfragen realistisch sind.

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So holst du mehr aus jedem Euro Werbebudget

  1. Kaufbereite Suchbegriffe wählen: „Dachsanierung Kosten“ bringt Aufträge, „Dach selbst reparieren“ bringt Bastler. Negative Suchbegriffe (z. B. „selber machen“, „Ausbildung“) sparen bares Geld.
  2. Das Einzugsgebiet sauber eingrenzen: Anzeigen nur dort schalten, wo du wirklich arbeitest. Sonst bezahlst du Klicks von Menschen, die dich nie beauftragen können.
  3. Die Website konversionsstark machen: Telefonnummer sichtbar, Referenzen, klares Formular. Jeder Prozentpunkt mehr Anfragequote senkt deinen Preis pro Anfrage spürbar.
  4. Anfragen messen statt raten: Nur wer weiß, welcher Suchbegriff die Anfrage gebracht hat, kann das Budget dorthin lenken. Unsere Kunden sehen jede Anfrage live im Werkavilo Cockpit.
  5. Saisonal denken: Wer vor der Hauptsaison seines Gewerks sichtbar ist, kauft Klicks günstiger ein als mitten im Wettbewerb. Kunden planen früher, als man denkt.

Fazit: Google Ads kostet, bringt aber mehr zurück

Ja, Klicks im Handwerk kosten echtes Geld. Aber Google Ads ist einer der wenigen Kanäle, bei dem du genau dann sichtbar bist, wenn jemand aktiv einen Betrieb wie deinen sucht, und bei dem du jeden Euro nachverfolgen kannst. In unserer Arbeit für Handwerksbetriebe hat im Schnitt jeder investierte Euro 4,80 € Umsatz zurückgebracht. Entscheidend ist, dass Suchbegriffe, Anzeigen und Website als ein System funktionieren. Dann ist Google Ads keine Ausgabe, sondern eine Investition mit messbarem Rückfluss.

Über den Autor
Erenay Karaduman
Gründer & Inhaber von Werkavilo

Erenay hilft Handwerksbetrieben, mit Google Ads, starken Websites und Social Ads planbar an neue Aufträge zu kommen. Mit Werkavilo hat er bereits über 5.000 Anfragen für Handwerksbetriebe generiert. Mehr über Werkavilo →

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